Braunschweigs älteste Spezialität

Herzlich willkommen bei der Mumme-Brauerei H. Nettelbeck KG!

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Braunschweiger Spezialität »Mumme« und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten informieren. Und in unserem Online-Shop können Sie sowohl die Mumme selbst als auch unsere weiteren Mumme-Produkte bestellen.

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Mumme Hofladen

Unsere Mumme-Produkte sind ideal zum Verschenken. Lassen Sie sich in unserem neuen Mumme-Hofladen inspirieren.

 

Für Gewerbekunden bieten wir auch einen Präsentversand an – auch in höheren Auflagen. So können Sie einen Braunschweiger Gruß versenden. Wir beraten Sie gerne telefonisch unter 0531 610876.

 

So finden Sie den Hofladen der Mumme-Brauerei H. Nettelbeck KG: Leipziger Straße 184 in 38124 Braunschweig Stöckheim – neben dem Zoo. Parkplätze in ausreichender Zahl auf dem Hof. Bitte bis zum Wohn- und Geschäftshaus durchfahren.

Unsere Öffnungszeiten vom Hofladen

Montag, Dienstag, Donnerstag 09.00 bis 16.00 Uhr
Mittwoch, Freitag 09.00 bis 13.00 Uhr

Geschichte der Mumme und der H. Nettelbeck KG

Timeline

1618-1648

Der »30-jährige Krieg« beendete den lukrativen und schwunghaften norddeutschen Bierhandel. Viele der besten und berühmtesten Brauereien wurden zerstört. Die norddeutschen Städte erholten sich nur schwer von den Verwüstungen. In dieser Zeit wurde das meiste Bier in der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Brauerei getrunken. Einen Bier- oder Warenhandel gab es kaum noch.

1934-1944

Die Produktion war sehr eingeschränkt. Zwar stieg die Nachfrage nach dem Stärkungsmittel enorm auch über die Stadtgrenze hinaus, aber aufgrund des Braugerstenkontingentes konnte nur ein Bruchteil gefertigt werden. Das Unternehmen hatte das Glück, erst der Fachgruppe “Pharmazeutische Erzeugnisse” und später dann der “Nährmittelindustrie” zuteilt  worden zu sein . So konnte man die Produktion überhaupt aufrecht erhalten. 1944 konnten nur noch ausschließlich Braunschweiger Apotheken und Drogerien mit geringen Mengen beliefert werden.

In der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober 1944 fiel auch das Geschäftshaus mit allen Geschäftsbüchern und Vorräten dem Luftangriff zum Opfer.

1649

Die 1614 geschlossene Vereinbarung über die Vermarktung und die Steuer wurde von den Bremern wieder aufgehoben, die Mumme durfte wieder über Bremen hinaus frei gehandelt werden.

1947

Die Geschwister Elsa und Margarethe Nettelbeck hatten fast 2 Jahre um den Wiederaufbau der Brauerei gekämpft. In diesen Bereich der Stadt sollten keine Industrieunternehmen wieder aufgebaut werden, es wurde keine Genehmigung erteilt.

Am 04.01.1947 verkauften Sie die H. Nettelbeck KG an Herrn Leo Basilius. Dieser errichtete auf seinem Grundstück in Braunschweig-Melverode 118 (heutige Bezeichnung: Leipziger Str. 184 in Braunschweig Stöckheim) eine neue Produktionsstätte . Am 08. September 1949 wurde hier der erste Mumme-Sud wieder gebraut.

Bis heute wird die Braunschweiger Mumme von der Familie Basilius, mittlerweile in der 3. Generation von Herrn Christian Basilius produziert und vertrieben.

1671

Mit dem Niedergang der Hanse setzte auch der Rückgang der wirtschaftlichen Bedeutung Braunschweigs ein. 1671 wurde die Stadt von den Welfen unter Herzog Rudolf August erobert. Zwar war dieser an die Hebung des Handels seiner Hauptstadt Braunschweig interessiert und unterstütze den Mumme-Export, jedoch hatten der Fernhandel ebenso wie der Mummehandel längst ihre traditionelle Bedeutung verloren.

1712-1719

In dieser Zeit sank der Absatz so rapide, dass man den Handel gänzlich einstellen musste.

1718

Erst jetzt entstand das berühmte Mummelied von Johann Ulrich König aus dem Singspiel “Heinrich der Vogler” in Folge einer Erinnerungskultur. Man erinnerte sich der Bedeutung der Mumme als Handelsprodukt und Teil der Braunschweiger Wirtschaftsgeschichte.

Auszug, Strophe 1+2

Brunswyk, du leiwe Stadt,
vor vel dusent Städen,
dei sau schöne Mumme hat,
dar ik Worst kann freten.

Mumme smekkt noch mal sau fin,
as Tokay un Mosler wyn,
Slakkworst füllt den Magen …

 

Braunschweig, du liebe Stadt,
unter Tausenden von Städten.
die so schöne Mumme hat [und]
wo ich [Braunschweiger] Wurst essen kann.

Mumme schmeckt noch besser
als Tokajer und Mosel-Wein,
Schlackwurst füllt den Magen …

um 1800

Das Absinken der Braunschweiger Mumme in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit führte zu einer grundsätzlichen Veränderung des Produktes: Das Starkbier wurde zum alkoholfreien Malzextrakt. In den Vordergrund trat nun die medizinische Wirkung und die Bedeutung für die Gesundheit. Die Mumme wurde zu einem lokalen alkoholfreien Stärkungsgetränk.

So schrieb unter anderem Dr. med. Paul Lutze aus Köthen:

»Die bazillenfreie Braunschweiger Doppel-Schiffsmumme halte ich nach eingehender Prüfung der mir bekannten Analyse der Professoren Dr. Otto und Dr. Beckurts für ein vorzügliches Nahrungsmittel, welches sich besonders zur Stärkung bewähren dürfte. Da die Mumme auch bei homöopathischer Behandlung in jeder Menge gestattet ist, wird sie durch diese Eigenschaften zu einem wahren Volksmittel. Ich selbst bin von der Vorzüglichkeit der Mumme so überzeugt, daß ich sie ferner in allen einschlägigen Fällen verordnen und empfehlen werde.«

1880

Gab es nur noch 10 Brauereien in Braunschweig, von denen nur noch 2 die Braunschweiger Mumme herstellten. Diese waren die Brauereien Franz Steger und die Brauerei Nettelbeck.

1390

Erste urkundliche Erwähnung der Braunschweiger Mumme in einer Rechnung der Stadt Braunschweig aus Anlass des Auctorfestes.

Im Jahr 1200 wurde die Stadt durch König Philipp von Schwaben belagert, es kam zu einer legendären Rettung durch den Stadtheiligen St. Auctor. Seitdem galt dieser als Schutzpatron der Stadt Braunschweig. Ihm zu Ehren wurde jährlich am 20. August ein großes Dankfest veranstaltet.

1884

Die Brauerei Franz Steger übernimmt die Brauerei Wilhelm Kniep und damit das Kniepsche Haus am Bäckerklint, das als Mummehaus bekannt ist.

Im Jahre 1896 wurde die Produktion nach Braunschweig-Ölper verlegt. Im Zweiten Weltkrieg endete hier die Mummeherstellung aufgrund von Rohstofflieferproblemen. Die Brauerei schloss am 31.01.1954 endgültig ihre Pforten.

Das Mummehaus fiel 1944 den Luftangriffen zum Opfer.

1400-1600

Braunschweig, Mitglied der Hanse, und verkehrsgünstig an der schiffbaren Oker gelegen, nutzte die Handelsbeziehungen und Handelswege der Hanse, um das Bier über Hamburg und Bremen in die Niederlande, nach Großbritannien und bis nach Indien zu exportieren.

Als beste Mumme galt auch schon zu diesem Zeitpunkt die doppelte Mumme, auch als Schiff-Mumme bekannt, da sie durch den hohen Stammwürzegehalt eine lange Haltbarkeit hatte. Sie war deshalb für lange Zeit das einzige Bier, welches sich für die monatelange Schiffsreise nach Übersee eignete und auch noch in tropischen Ländern genießbar war.

1900

Die Firma Nettelbeck gerät durch ungünstige Firmenleitung in finanzielle Schieflage. Um den Firmenstandort in der Beckenwerkerstraße 26 halten zu können, wurden vier Geschäftsfreunde (Kaufmänner und Fabrikanten) als Geldgeber in die Firma geholt, es wurde in Nettelbeck GmbH umfirmiert. Als im August 1900 mit Hans Heinrich Nettelbeck die männliche Linie der Nettelbecks verstarb, begann ein Übernahmekampf der ehemaligen Geschäftsfreunde und der Witwe Nettelbeck mit ihren beiden Töchtern.

1603

Der Export der »Mumme« war so erfolgreich, dass im Jahre 1603 ein handelspolitischer Streit zwischen Braunschweig und Bremen ausbrach. Die Bremer verweigerten die abgabenfreie Durchfuhr der Mumme-Transporte und forderten für jedes Fass Mumme-Bier eine Steuer von einem bis eineinhalb Reichstalern.

1906

wurde vom Gericht entschieden, dass eine vollständige Übernahme durch die 4 Geldgeber nicht stattgefunden hat. Der Name H. Nettelbeck GmbH muss gelöscht werden, das Rezept und alle immateriellen Güter wurden der Familie Nettelbeck zugesprochen, jedoch blieben diese auch auf den ursprünglichen Schulden sitzen. Das Geschäftsgebäude wurde den Geldgebern zugesprochen.

1614

Nach zahlreichen gescheiterten Verhandlungsversuchen seitens Braunschweig einigte man sich auf eine Abgabe von einem halben Reichstaler pro Fass. Der Weiterverkauf der Mumme wurde zudem den Bremern überlassen.

1907

Um den für das Mummegeschäft so wichtigen Namen Nettelbeck benutzen zu können und den Urteilsspruch zu umgehen, fanden die 4 Geschäftsmänner einen in Hannover ansässigen Postpackmeister a.D. namens Heinrich Christian Friedrich Nettelbeck und nahmen diesen in die Firma auf. Es wurde die H.C.F. Nettelbeck GmbH gegründet, ansässig weiterhin in der Beckenwerkerstraße 26.

Die Familie Nettelbeck gründete unter den Namen der älteren Tochter Margarethe Henriette Nettelbeck die H. Nettelbeck KG. Die Firma bezog das “Haus zur Eule” Hintern Brüdern 18 und wurde am 25.12.1907 in das Handelsregister der Stadt Braunschweig eingetragen.

STOP!

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Kontakt

H. NETTELBECK KG
Leipziger Straße 184
38124 Braunschweig

Bitte bis zum Wohn- und
Geschäftshaus durchfahren.

Telefon: 0531 610876
Telefax: 0531 610870

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